Kloster in Aldersbach erhält weitere Fördermittel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Bevor das „Bier in Bayern“ kommt

Zum zweiten Mal fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) das Kloster in Aldersbach mit 80.000 Euro. Diesmal dienen die Mittel der Dachinstandsetzung über dem Südostflügel. Der Fördervertrag erreicht Harald Mayrhofer vom Förderkreis Kloster Aldersbach e.V. in diesen Tagen. An den Maßnahmen beteiligen sich neben der DSD auch das Land und der Bezirk sowie die Bayerische Landesstiftung.

Kloster in Aldersbach © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wagner

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Eine Kirche existierte in Aldersbach bereits unter Bischof Engelmars von Passau (875-899). Ein Augustiner-Chorherrenstift ist um 1120 belegt. Nach der Haustradition übernahmen am 2. Juli 1146 Zisterzienser vom Kloster Ebrach in Unterfranken das Kloster. In den folgenden Jahrhunderten erwarb es eine herausragende Rolle in monastischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Hinsicht für die gesamte Region. 1803 erfolgte die Aufhebung des bedeutenden Klosters. Acht Jahre nach der Säkularisation kaufte die Familie des Freiherr von Aretin die Klostergebäude, die Ländereien und die Brauerei.

Die ehemalige Klosteranlage in Aldersbach hat heute drei Eigentümer: die am Klosterhof gelegene Kirche ist in kirchlicher Hand, der rechterhand vom Hof gelegene große Gebäudeflügel mit den angrenzenden Räumen gehört der Brauerei und zentral befinden sich die Gebäudeflügel, die dem Förderkreis Kloster Aldersbach e.V. gehören.

Die Zimmererarbeiten im Südostflügel haben bereits begonnen. Zahlreiche Holzteile können partiell erhalten werden. Der Hausschwamm wurde erfolgreich bekämpft und beseitigt. Das Dach des Südostflügels bleibt Kaltdach. Es muss noch gedeckt werden.

Im Februar nächsten Jahres sollen alle Bauarbeiten im Kloster abgeschlossen sein. Dann wird die Bayerische Landesausstellung „Bier in Bayern“ hier installiert.

Das Bauwerk ist eines der über 320 Projekte, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

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Dr. Ursula Schirmer

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