St. Andreas-Hospital Großengottern

© ML Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Krankenhaus des 18. Jahrhunderts

St. Andreas war in Großengottern/Thüringen immer ein Ort der Heilung und Nächstenliebe, auch wenn die Kranken unter einfachsten Bedingungen auf Steinliegen ruhten, die an den Mauern ausgelassen waren. Die Gebäude waren zwar einfach, aber die Pflege und die annähernd hygienischen Bedingungen standen im Vordergrund - mit abwechslungsreiche Kost, Sauberkeit und vielen Gebeten. Heute droht dieses seltene Beispiel eines Krankenhauses aus dem 18. Jahrhundert zu zerfallen.

Anfangs Leprastation, später auch Altersheim

Vermutlich um 1347 wurde das St.-Andreas-Hospital erbaut. Betreut wurde es vom Wilhelmiter-Orden. Die Stifter waren die auf dem Mülverstedter Rittergut ansässigen Herren von Hopffgarten. Mit dem Rückgang der Lepra wurde das Spittel immer mehr ein Haus für Bedürftige und andere Kranke. Vermutlich lebten dort auch sogenannte Pfründner, die sich einkauften, um im Alter versorgt zu sein. St. Andreas war also wahrscheinlich auch ein Altersheim und Armenstift.

Bis in die 1960er-Jahre war das historische Hospital bewohnt, dann bis 1990 das erste ländliche Heimatmuseum im Kreis. Es folgten Leerstand und schleichender Verfall. Die Kapelle, der eingeschossiger Fachwerkbau mit Satteldach und acht Schlafkammern haben schwer gelitten. Dächer, Hölzer und Bodenschwellen sind von Feuchte und Fäulnis angegriffen, lose Gefache drohen herauszubrechen. Das gleiche Bild bieten die Nebengebäude: Abort, Ställe, Werkstatt. Die einfachen Fachwerkhäuschen drohen einzustürzen.

Museum zur Geschichte des Kranken- und Pflegewesens geplant

Die Bilder vermitteln Ihnen leicht, wie sehr gerade hier Ihre Hilfe einem einzigartig authentischen Denkmal zu Gute kommt. Geplant ist ein Museum zur Geschichte des Kranken- und Pflegewesens. Original erhaltene Schaustücke sollen Geschichte begreifbar ­machen. Doch bis dahin ist der Weg noch weit - denn zuerst geht es um den Erhalt der Bausubstanz. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!