Unglaubliche 2.400 m² Dachfläche der Stiftskiche hat der Tornado weggerissen© dpa

Eine mittelalterliche Stadt vom Tornado zerstört - retten Sie mit!

Eine Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern braucht sofort Ihre Hilfe: Hunderte von historischen Bürgerhäusern, die frühgotische Stiftskirche, das neogotische Rathaus – ihre Dächer und Fassaden wurden am Abend des 5. Mai innerhalb weniger Minuten vom Sturm regelrecht zerrissen. Dutzende Gebäude von Bützow sind unbewohnbar geworden. Menschen übernachten in Notunterkünften, haben alles verloren.

Schlimmste Katastrophe seit fast 300 Jahren

Die schlimmste Katastrophe seit dem Stadtbrand von 1716 fiel Dienstagabend um 19.00 Uhr über das mittelalterliche Städtchen bei Rostock herein – ein Tornado der Stärke F3 mit Windgeschwindigkeiten von über 250 km/h! Autos wurden bis zu 70 Meter weit durch die Luft geschleudert. Dachziegel flogen wie Geschosse. Latten zerschlugen Wände. Wetterspitzen knickten wie Streichhölzer um. 30 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Zahlreiche Gebäude und Dächer sind schwer zerstört© dpa

Sturm verdreht ganzen Kirchturm 

Stark betroffen ist beispielsweise die fast 800 Jahre alte Bützower Stiftskirche: Der frühgotische Backsteinbau wurde nach 1250 zunächst als dreischiffige Basilika begonnen, gegen 1300 dann jedoch als Hallenkirche weitergeführt. Das Gebäude von nationaler Bedeutung war unter anderem mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz saniert worden – und dann kam der Sturm, der alles zunichtemachte. Der Wirbel hat unglaubliche 2.400 m² der Dachfläche weggerissen. Die gesamte Dachfläche muss nun abgenommen und neu eingedeckt werden. Die ganze Wucht und Zerstörungskraft des Wirbelsturms wird deutlich, wenn man den 74 Meter hohen Turm der Stiftskirche betrachtet: er sitzt nicht mehr wie vorher. Der Tornado hat den mächtigen Turm komplett angehoben und etwas gedreht – schwere Risse im Mauerwerk sind die Folge. Als der Wirbel kurz durch das abgedeckte Dach in die Halle der Kirche leckte, flog sogar eines der massiven Holztore durch das Langhaus bis vor den vierflügeligen spätgotischen Schnitzaltar von 1503. Die farbigen Kirchenfenster sind alle zerstört. Wie groß die gesamten Schäden im Innenraum sind, muss noch festgestellt werden. Vorerst muss das Dach schnellstmöglich mit Planen abgedichtet werden, damit nicht noch mehr Schäden durch eindringendes Wasser entstehen.Doch nicht nur die Stiftskirche benötigt Ihre Unterstützung. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt, Denkmale zerstört.

Eindrücke der Schäden an der Stiftskirche

Vorstand der DSD verschafft sich ein Bild vor Ort

© M.L.PREISS

Bereits wenige Tage nach der Katastrophe reist Dr. Wolfgang Illert, Vorstand der DSD, nach Bützow, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen.

Die Notlage ist erschreckend: zahlreiche Denkmale bieten ein Bild der Verwüstung, sind nur notdürftig mit Planen vor eindringendem Regenwasser geschützt.

In Anbetracht der akuten Notlage stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz  ein Soforthilfeprogramm über 210.000 € zur Verfügung  - angesichts der massiven Schäden an den zahlreichen Denkmalen ist dies jedoch nur ein Anfang.

 

Weiterhin sind Spenden dringend erforderlich!

Bützow zwei Wochen nach dem Tornado

Ihre Hilfe zählt!

Helfen Sie mit, diese schwer zerstörte Denkmalstadt wieder aufzubauen – mit Ihrer Spende! Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz will gemeinsam mit Ihnen alles dafür tun, schnelle, sachkundige und unbürokratische Hilfe in Bützow zu leisten. 

Die Altstadt bietet ein einziges Bilde der Verwüstung © dpa