Ziegelei Glindow

© Harald Dieckmann

Ein „Denkmalretter“ ist selbst in Gefahr

22 Billionen Ziegelsteine sollen bislang in der Glindower Ziegelei gebrannt worden sein, die vor 135 Jahren in Betrieb genommen wurde. Die meisten davon wurden beim Häuserbau des boomenden Berlins im 19. Jahrhundert verwendet.

Von den ursprünglichen 50 Ringöfen, die im 19. Jahrhundert rund um den Glindower See unter Feuer standen, steht nur noch einer: der in der Glindower Ziegelei. Er ist der einzige seiner Art in ganz Deutschland und produziert immer noch handgestrichene Ziegel und Sonderanfertigungen, die vor allem für die Sanierung von historischen Bauten in ganz Europa verwendet werden. Viele Restaurierungsmaßnahmen an Backsteingebäuden wären ohne diese Spezialanfertigungen der Glindower Ziegelei nicht möglich.

Ein Ofen mit Rissen

Doch mittlerweile ist der historische Ofen längst selbst Patient geworden. 2002 fror der extrem kalte Winter die Produktion ein. Als der Ofen hierdurch nach über 30 Jahren erstmals auskühlte, traten bei der anschließenden Untersuchung schwere Schäden ans Tageslicht. Es wurde klar, dass Risse, die an den Rauchgaskanälen und Glockenschächten entstanden waren, einen weiteren Betrieb langfristig unmöglich machten. 

Ihre Hilfe kommt doppelt an

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellte zwar umgehend eine Soforthilfe für die bedrohte Ziegelei zur Verfügung, doch das allein reichte nicht aus, den Ofen langfristig zu retten. Ihre Hilfe ist nötig – und diese kommt hier doppelt an: Zum einen helfen Sie mit, ein einmaliges Zeugnis deutscher Industriegeschichte zu erhalten, zum anderen schützen Sie dutzende historische Kulturgüter, denen die Ziegelei die Bausteine liefert, damals wie heute.