Windmühle Schlotheim

Windmühle in Schlotheim© M.L.PREISS Marie-Luise Preiss, Deutsche Stiftung Denkmalschu

Eine der letzten Windmühlen des Unstrut-Hainich-Kreises soll sich wieder drehen

Früher haben Windmühlen unsere Landschaften geprägt - auch in Thüringen. Heute ist ihr Anblick selten geworden. Allein im thüringischen Unstrut-Hainich-Kreis standen einst 27 Windmühlen, von denen nur fünf bis heute erhalten geblieben sind. Eine davon ist die Windmühle Schlotheim. Sie gehört zu den wenigen weitestgehend original erhaltenen Windradanlagen aus dem 19. Jahrhundert. Die 1861 erbaute Kornmühle entspricht mit ihrem zweigeschossigem Aufbau dem Bautyp der sogenannten "Turmholländermühle". Bis 1964 drehten sich ihre Flügel und mahlten den Getreideschrot der Bauern. Das soll bald wieder möglich sein - denn zukünftig soll die Mühle als Schaubetrieb Teil des angrenzenden Seilermuseum werden, das ein wichtiges Ausflugsziel vor allem für Schulklassen ist. Doch um dieses Ziel zu verwirklichen, sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen dringend erforderlich.

Wegen akuter Einsturzgefahr ihrer Flügel beraubt

Die Turmholländermühle ist akut einsturzgefährdet. Seit August 2013 stützt ein Hubwagen der Feuerwehr das Dach. Das Mauerwerk ist brüchig. Durch die stark beschädigte Dachhaut drang kontinuierlich Wasser in die Innenräume - Deckenbalken und Holzpodeste verrotteten. Das Gebälk, an dem einmal die Windrose der Mühle hing, drohte einzubrechen. Deswegen wurden bereits die Windflügel der Mühle demontiert, um einen kompletten Einsturz der Mühle zu verhindern. 2014 wurde auch mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz das Dach instandgesetzt. Nun muss das statisch gefährdete Mauerwerk instandgesetzt werden.