Kloster Bronnbach

Ehem. Zisterzienserkloster in Bronnbach© Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Nur Beten allein hilft nicht mehr

Das Taubertal mag heute lieblich anmuten. Doch vor über 800 Jahren war es eine Wildnis. Bis die „Gärtner Gottes“ kamen - ab 1157 bauten Zisterziensermönche in Bronnbach ein Kloster, das vor allem mit seinem Klostergarten bis heute einzigartig ist. Sie leiteten die Tauber um, legten den Mühlkanal und sogar einen künstlichen Staudamm an. Mit diesen für das Mittelalter beeindruckenden Pionierleistungen haben die Mönche von Bronnbach die Landschaft im Taubertal nachhaltig verändert und geprägt. Und natürlich brachten die „Gärtner Gottes“ auch den Wein hier her. Doch bei dem großen Klosterkomplex bestehend aus Kirche, Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäuden, mit Orangerie, Mühle, Brauerei und vielen Gärten scheint die Sanierung nie enden zu wollen.

Klostergarten verfällt

Die wichtigsten Klostergebäude wurden bis 1230 im romanischen Stil fertiggestellt. Die folgenden 400 Jahre waren geprägt von Zerstörungen und Wiederaufbau. Alle Spuren der Verwüstungen des Dreißigjährigen Kriegs wurden Ende des 17. Jahrhunderts beseitigt, Kloster und Gärten im Barockstil großzügig umgestaltet. Aber gerade die Außenbereiche bieten heute ein Bild allgemeiner Verwitterung. Dabei kommen zahlreiche Besucher gerade wegen des Barock-Gartens hierher, denn er hat sich in seiner Struktur weitgehend erhalten. Zahlreiche der 800 Stützen in den Balustraden sind stark beschädigt, ebenso ein Großteil der Skulpturen – einige Plastiken mussten daher bereits eingehaust werden. Deutliche Schäden weist die Stützmauer zur Straße hin auf. Diese ist bereits behelfsmäßig mit Holzkonstruktionen abgestützt worden, um ein Abrutschen auf die Straße zu verhindern.

Helfen Sie mit Ihrer Spende, dieses einzigartige Baudenkmal und seine Gärten im Taubertal zu erhalten.