Hof Eggers

Hof Eggers in Hamburg-Bergedorf© Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Bedrohtes Idyll vor den Toren Hamburgs

Seit 400 Jahren ist Hof Eggers ein fester Bestandteil von Hamburgs Kornkammer. Er liegt in der sogenannten Vierländer Region, deren Bezeichnung auf vier Orte zurückgeht, deren Bewohner seit dem 12. Jahrhundert das fruchtbare Marschland urbar gemacht haben. Hof Eggers ist der letzte noch vollständig erhaltene Vierländer Hof. Das stattliche Fachhallenhaus ist eines der größten Norddeutschlands und in Struktur und Ausstattung weitgehend bewahrt geblieben. Doch jetzt braucht das Ensemble, das 1548 erstmals urkundlich erwähnt wurde, Hilfe.  

Familientradition seit 1628

Schon 1535 wurde der Turmspeicher aus Bohlenfachwerk als erster Bau am Hof errichtet. Seit 1628 ist das Gut im Besitz der Familie Eggers. Bis ins 19. Jahrhundert wuchs das Anwesen auf fünf Gebäude an. 1631 kam eine Bohlenscheune dazu, die heute als Schweinestall genutzt wird, 1835 dann eine Fachwerkscheune und um 1848 ein Viehstall. Das reetgedeckte Hauptgebäude entstand 1834.  

Noch heute ist das Denkmal im Besitz der Familie Eggers – seit nun fast 400 Jahren. Die heutigen Besitzer betreiben dort ökologische Landwirtschaft. Doch der Sanierungsbedarf der aufwändigen und einmaligen Anlage lässt sich aus den Einnahmen des Hofs allein nicht mehr erwirtschaften.

Ein bedrohtes Idyll

Auf den ersten Blick ist Hof Eggers ein echtes Idyll: Auf dem Dach thront der Storch in seinem Horst, unter dem Reet haben sich Fledermäuse eingenistet. Gänse und Hennen laufen frei herum. Rinder, Schweine und Heidschnucken, sie alle haben es sehr gut hier. Doch der Schein trügt – die Gebäude bedürfen einer steten Instandhaltung. Helfen auch Sie mit Ihrer Spende, dieses landwirtschaftliche Denkmal mit bald 500-jähriger Geschichte zu erhalten.