Burgruine Falkenburg

© Thomas Pogarell

Eine Festung, die nie erobert wurde – doch nun vom Verfall besiegt zu werden droht

Im Mittelalter galt sie als uneinnehmbar: die Festung Falkenburg, die von einer mächtigen Ringmauer und vorgelagerten Bastionen umgeben hoch auf einem Berg am Nordhang des Teutoburger Waldes liegt. Erbaut wurde die hochmittelalterliche Burg um 1190 vom bedeutenden Adelsgeschlecht der Fürsten zur Lippe. Bis 1523 bewohnten diese die Landesburg, nutzten sie als Verwaltungssitz und Gefängnis für ihre Feinde. Doch dann verließ das Fürstengeschlecht die Festung.

Von der stolzen Burg zum Steinbruch

Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Falkenburg gänzlich aufgegeben, nachdem schon im Jahre 1453 ein Feuer große Teile der Festung zerstört hatte. Im 16. Jahrhundert nahm das Interesse an der Burg dann mehr und mehr ab. Später diente die einst stolze Burg gar als Steinbruch für Bauprojekte in der Umgebung. 

Grundmauern überdauerten die Zeit

Auch wenn die Falkenburg heute auf den ersten Blick eine Ruine zu sein scheint, ist sie für die Burgenforschung etwas ganz Besonderes. Denn da die Anlage anders als die meisten anderen vermutlich nie umgestaltet wurde, sind ihre Grundmauern noch im Urzustand von 1190/1200 erhalten. Archäologische Ausgrabungen bringen seit 2005 Stück um Stück die Geschichte einer der größten Burgen Deutschlands wieder zutage. Sukzessive legen die Archäologen den überwucherten, verschütteten Verlauf der Ringmauer mit Toranlagen und angrenzenden Gebäuden frei. Eine besondere Entdeckung machten die Forscher bei der Ausgrabung der Burgkapelle mit steinernem Altar: Sie waren überrascht, wie viel von der ursprünglichen Mauersubstanz noch erhalten ist.

Retten Sie ein Bodendenkmal, das für die Burgenforschung so wichtig ist! 

Ihre Spende wird dazu beitragen, die Falkenburg weiter zu erforschen und für die Zukunft zu sichern. Die durch Vandalismus und Erosion stark geschädigte Stützmauer des Zwingers muss dringend gesichert werden. Bitte helfen Sie mit, dieses besondere Bodendenkmal zu retten.