Jugendbauhütten

© Johanna Voelkner

Junge Menschen zu einer intensiveren Beschäftigung mit dem kulturellen Erbe zu bewegen, ist unserer Stiftung ein besonderes Anliegen. Wir wollen der jungen Generation zeigen, dass Denkmalpflege ein Thema für sie sein kann. Die Begegnung mit Denkmalen eröffnet Jugendlichen Gestaltungsspielräume und entfaltet verschiedenste Talente, so dass Wahrnehmung und Wertschätzung für kulturelle Zeugnisse wachsen können. Wenn es gelingt, auch jungen Menschen die Faszination historischer Bauten, alter Handwerkstechniken und Bauweisen zu vermitteln, hat die Vergangenheit eine Zukunft.

Die von der Stiftung ins Leben gerufenen "Jugendbauhütten" bieten seit einigen Jahren in der Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienst e.V. (ijgd) den Rahmen für ein "Freiwilliges Soziales Jahr in der Denkmalpflege" (FSJ Denkmalpflege). Anknüpfend an die Tradition der mittelalterlichen Bauhütten bietet diese Sonderform des Freiwilligen Sozialen Jahres praktische Erfahrungen und eine erste berufliche sowie persönliche Orientierung. Im Rahmen eines Jahres können Jugendliche im Alter von 16 bis 26 Jahren in Handwerks- und Baubetrieben, bei Architektur- und Planungsbüros oder Denkmalbehörden mitarbeiten. In Seminaren werden begleitend Stil- und Materialkunde, Forschungs- und Arbeitsmethoden, Grundlagen der Denkmalpflege sowie die Bedeutung des europäischen Kulturerbes vermittelt. Unabhängig vom späteren Berufsweg nehmen die Jugendlichen die Erfahrung im Umgang mit Geschichte, Originalsubstanz und ihren handwerklichen Fähigkeiten mit.

13 Jugendbauhütten bundesweit

Bislang wurden 13 Jugendbauhütten eingerichtet: Wismar (Mecklenburg-Vorpommern), Hessen-Marburg, Duisburg/Raesfeld und Soest (beide Nordrhein-Westfalen), Görlitz (Sachsen), Mühlhausen (Thüringen), Quedlinburg (Sachsen-Anhalt), Berlin/Brandenburg und Stralsund/Szczecin (Mecklenburg-Vorpommern und Polen). Im September 2009 wurden drei weitere Jugendbauhütten in Regensburg (Bayern), im Landkreis Stade (Niedersachsen) und speziell für die Gartendenkmalpflege mit Sitz in Potsdam eröffnet. Zum 01.09.2011 nahm die Jugendbauhütte Lübeck (Schleswig-Holstein) ihren Betrieb auf.

13 Jugendbauhütten sind eine große Chance, Jugendliche für die Bewahrung des kulturellen Erbes zu begeistern. Sie sind aber auch eine Herausforderung für den Träger: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sichert finanziell die Existenz der Jugendbauhütten. Sie trägt alle Kosten, die nicht durch Zuschüsse von Bund, Ländern, Kommunen und anderen Stiftungen gedeckt werden, das sind 150.000 bis 200.000 Euro pro Jahr und Jugendbauhütte. Auch die Einsatzstellen leisten einen Beitrag. Die Zukunft der Jugendbauhütten wird jedoch ganz wesentlich von der finanziellen Absicherung durch weitere Spenden, Stiftungen und der gesetzlichen Anerkennung abhängen. 

Ihre Ansprechpartnerin

Silke Strauch
Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz e.V.
Tel.: 0228 9091-161
jugendbauhuetten(at) denkmalschutz.de

Spendenkonto

Jugendbauhütten
Konto 305 555 505
Commerzbank Bonn
BLZ 380 400 07

IBAN: DE75380400070305555505 
BIC: COBA DE FF XXX

 

Die Jugendbauhütten werden gefördert von

 Gefördert vom Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein- Westfalen